In mehreren Kantonen der Schweiz häufen sich derzeit Fälle von Telefonbetrug, bei denen sich die Täter als Mitarbeitende regionaler Banken ausgeben. Jüngst warnte die Appenzeller Kantonalbank vor einer Betrugsserie. Bereits Ende September war im Kanton Uri ein ähnlicher Vorfall bekannt geworden.
Nach Angaben der Appenzeller Kantonalbank kommt es aktuell täglich zu betrügerischen Anrufen. Die Täter geben sich als Bankangestellte aus und versuchen, an persönliche Kundendaten oder Zugangsinformationen zum E-Banking zu gelangen. Teilweise fordern sie Betroffene auch auf, Fernwartungssoftware auf dem Computer oder Smartphone zu installieren – mit dem Ziel, direkt auf Konten zuzugreifen und Geld zu stehlen.
Auch im Kanton Uri gingen Ende September mehrere Meldungen über solche Anrufe ein. Die Vorgehensweise war identisch: Die angeblichen Bankmitarbeitenden behaupteten, es habe unautorisierte Transaktionen oder Hackerangriffe gegeben, und versuchten, durch gezieltes Nachfragen sensible Daten zu erhalten.
Die betroffenen Banken betonen, dass echte Mitarbeitende niemals telefonisch nach Passwörtern, PIN oder vollständigen Kreditkartendaten fragen. Zudem würden sie Kunden nie zur Installation von Software oder zur Weitergabe von Sicherheitscodes auffordern.
Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, misstrauisch zu bleiben, verdächtige Anrufe sofort zu beenden und sich bei Unsicherheiten direkt über die offiziellen Telefonnummern der jeweiligen Bank zu informieren.