Ver­wenden Sie eine Mobile Ban­king App

Über die Hälfte aller E-Ban­king Trans­ak­tionen werden mit dem Smart­phone oder Tablet abge­wi­ckelt. Meist kommt dabei eine App des jewei­ligen Finanz­in­sti­tuts zum Ein­satz. Mobile Ban­king hat viele Vor­teile, birgt aber auch Gefahren.

So ver­wenden Sie eine Mobile Ban­king App sicher:

  • Schützen Sie Ihr Mobil­gerät mit unseren «5 Schritten für Ihre digi­tale Sicher­heit». Nur ein sau­beres und sicheres Gerät ermög­licht auch ein sicheres Mobile Ban­king.
  • Instal­lieren Sie die Mobile Ban­king App sowie alle anderen Apps nur aus dem offi­zi­ellen Store.
  • Instal­lieren Sie nur wirk­lich benö­tigte Apps und deinstal­lieren Sie alle nicht (mehr) ver­wen­deten Apps.
  • Beschränken Sie die Zugriffs­rechte aller Apps aufs Nötigste.
  • Ver­binden Sie Ihr Gerät unter­wegs nur mit ver­trau­ens­wür­digen Netz­werken.
  • Lassen Sie Ihr Gerät bei Ver­lust sofort sperren, und setzen Sie es vor Ver­kauf oder Ent­sor­gung kor­rekt zurück.

Gefahren und Vor­teile von Mobile Ban­king Apps

Smart­phones und Tablets sind (kleine) Com­puter und damit ähn­li­chen Gefahren wie klas­si­sche Com­puter aus­ge­setzt: Daten­ver­lust oder -dieb­stahl, Mal­ware­be­fall, unbe­rech­tigter Zugriff usw. Beim mobilen Ein­satz kommen dar­über hinaus Risiken wie Ver­lust oder Dieb­stahl hinzu.

Dem­ge­gen­über stehen Vor­züge wie Mobi­lität und Platz­be­darf. Bei der Ver­wen­dung einer Mobile Ban­king App kommt ein wei­terer ent­schei­dender Vor­teil hinzu: Im Gegen­satz zum klas­si­schen E-Ban­king mit­tels Browser erhält der Kunde vom Finanz­in­stitut eine vor­ge­fer­tigte und spe­ziell fürs elek­tro­ni­sche Ban­king zuge­schnit­tene Soft­ware, welche ent­spre­chend gut abge­si­chert ist.

Damit ent­fallen für den sicher­heits­be­wussten Anwender unge­liebte Auf­gaben wie die manu­elle Ein­gabe der Bank­adresse im Browser und die Über­prü­fung der sicheren Ver­bin­dung. Denn im Gegen­satz zum Browser erle­digt eine Ban­king App diese Auf­gaben im Hin­ter­grund auto­ma­tisch, und mini­miert damit die Gefahr von typi­schen Anwen­dungs­feh­lern wie Tipp­feh­lern sowie Phis­hing –vor­aus­ge­setzt, der Benutzer hält sich an einige Grund­re­geln.

Sichere Ver­wen­dung einer Mobile Ban­king App

Grund­schutz erstellen

Als Erstes müssen die all­ge­meinen Gefahren bei der Ver­wen­dung eines mobilen Geräts mini­miert werden. Befolgen Sie dazu auch für mobile Geräte unsere «5 Schritte für Ihre digi­tale Sicher­heit». Ver­ge­wis­sern Sie sich ins­be­son­dere, dass die auto­ma­ti­sche Bild­schirm­sperre mit­tels Code, Pass­wort, Fin­ger­ab­druck oder Gesichts­er­ken­nung ein­ge­schaltet ist.

Das Gebot der Wach­sam­keit gilt bei Smart­phones und Tablets im Beson­deren: Lassen Sie Ihr Gerät nicht unbe­auf­sich­tigt. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Zugangs­daten wie PIN, TAN und Pass­wörter nie­mandem mit­teilen, immer ver­deckt ein­geben, und dass Ihnen dabei nie­mand über die Schulter blickt. Seien Sie vor­sichtig beim Öffnen von E-Mails, Anhängen, Mes­senger-Nach­richten (z.B. WhatsApp) sowie MMS. Auch über MMS und WhatsApp kann Mal­ware ver­breitet werden. Kli­cken Sie auf keine unbe­kannten Links und löschen Sie Nach­richten von unbe­kannten Absen­dern sofort. Prüfen Sie unbe­kannte Ruf­num­mern vor dem Rückruf.

App-Her­kunft beachten

Instal­lieren Sie nur wirk­lich benö­tigte Apps und achten Sie darauf, dass diese aus seriöser Quelle stammen, also aus dem offi­zi­ellen Store (z.B. Apple App Store oder Google Play Store).

Seien Sie miss­trau­isch gegen­über Apps mit geringer Repu­ta­tion oder Emp­feh­lungen von Unbe­kannten. Infor­mieren Sie sich vor der Instal­la­tion einer App, wenn Ihnen der Anbieter nicht bekannt ist.

Über­prüfen Sie von Zeit zu Zeit auch, welche Apps Sie über­haupt noch ver­wenden, und deinstal­lieren Sie ver­al­tete und nicht mehr benö­tigte Anwen­dungen – jede zusätz­liche App ist eine mög­liche Sicher­heits­lücke.

Melden Sie Feh­ler­mel­dungen und unge­wöhn­liche Funk­ti­ons­weisen Ihrer Ban­king App umge­hend Ihrem Finanz­in­stitut.

Zugriffs­rechte beschränken

Viele Apps räumen sich ohne erkenn­baren Grund umfas­sende Rechte ein. Ein Zugriff auf bei­spiels­weise Stand­ort­daten, Adress­buch oder den Tele­fon­status ist nicht bei jeder App not­wendig. Prüfen Sie daher kri­tisch, ob die Zugriffs­rechte zum Erfüllen der Funk­tio­na­lität wirk­lich not­wendig sind, und deak­ti­vieren Sie nach Mög­lich­keit alle nicht benö­tigten Rechte.

Netz­werk-Anbieter über­prüfen

Ihr Smart­phone oder Tablet kann auf ver­schie­dene Arten eine Ver­bin­dung zu Ihrem Finanz­in­stitut her­stellen. Unter­wegs ver­bindet sich Ihr Gerät mit unter­schied­li­chen Netzen. Wenn eine WiFi- bzw. WLAN-Ver­bin­dung ver­wendet wird, sollten Sie deren Ver­trau­lich­keit sicher­stellen: Unse­riöse Anbieter «kos­ten­loser» WiFi-Netze könnten die Ban­king App zum fal­schen Server wei­ter­leiten und Ihre ein­ge­ge­benen Zugangs­daten abgreifen.

Bei Android-Geräten können Sie zusätz­lich eine Fire­wall-App zur Über­wa­chung und Absi­che­rung der aktiven Ver­bin­dungen ein­richten. Bei iOS-Geräten (iPhone / iPad) ist dies weder mög­lich noch erfor­der­lich.

Ver­lust, Ver­kauf und Ent­sor­gung kor­rekt abwi­ckeln

Gerät Ihr Smart­phone oder Tablet in fal­sche Hände, können darauf gespei­cherte Dateien oder Zugangs­daten unter Umständen abge­griffen und miss­braucht werden.

Ver­lo­rene oder gestoh­lene Geräte können Sie mit­hilfe ver­schie­dener Apps aus der Ferne sperren. Dadurch sind Ihre per­sön­li­chen Daten auf dem Gerät gelöscht und nicht mehr auf­zu­rufen. Nach erfolgter Geräte-Sper­rung sollten Sie auch die SIM-Karte bei Ihrem Telekom-Anbieter sperren lassen.

Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre gespei­cherten Daten beim Ver­kauf oder bei der Ent­sor­gung Ihres Gerätes in fal­sche Hände geraten, sollten Sie bedenken, dass Daten­spuren ver­bleiben können, wenn nicht vorher alle Daten­spei­cher sicher gelöscht wurden. Wie das funk­tio­niert, ist zum Bei­spiel auf der Inter­net­seite von Apple sowie auf SRF beschrieben. Die SIM-Karte sollten Sie natür­lich eben­falls ent­fernen und – falls Sie diese nicht wei­ter­ver­wenden möchten – ver­nichten.

Unter «Mobile Ban­king» ver­steht man die Abwick­lung von Bank­ge­schäften über mobile Geräte wie Smart­phone oder Tablet.

Sie haben die Mög­lich­keit, mit­tels Browser oder immer öfter mit spe­zi­ellen Apps auf Ihr E-Ban­king zuzu­greifen.

 

Merk­blatt: Down­load (PDF)

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