Ferien bedeuten Erholung, spontane Buchungen, Navigation, Fotos teilen oder schnell noch das E-Banking erledigen – vieles davon läuft heute direkt über das Smartphone oder Tablet. Genau deshalb geraten mobile Geräte während der Ferien besonders ins Visier von Cyberkriminellen.
Wer unterwegs unvorsichtig handelt, riskiert Datenverlust, gehackte Konten oder finanziellen Schaden. Mit einigen einfachen Massnahmen lassen sich die Risiken jedoch deutlich reduzieren.
Vor der Reise: Geräte vorbereiten
Bevor es losgeht, sollten mobile Geräte überprüft und vorbereitet werden:
- Installieren Sie die neuesten Sicherheitsupdates für Betriebssystem und Apps.
- Entfernen Sie nicht benötigte Apps oder alte Benutzerkonten.
- Erstellen Sie ein aktuelles Backup Ihrer Daten und Fotos.
- Aktivieren Sie die Gerätesperre mit PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
- Aktivieren Sie Funktionen wie „Mein iPhone suchen“ oder „Find My Device“.
- Speichern Sie wichtige Telefonnummern separat ab.
- Je nach Destination ist es ratsam, nur ein einfaches Zweithandy mit den nötigsten Funktionen zu nutzen und das private Hauptgerät sicher zu Hause zu lassen.
Gerade auf Reisen kann ein verlorenes oder gestohlenes Smartphone schnell zum Problem werden. Insbesondere, wenn darauf Zahlungsdaten, E-Mails oder Zugangsdaten gespeichert sind.
Vorsicht bei öffentlichen WLAN-Netzen
Kostenlose WLANs in Hotels, Flughäfen oder Cafés sind praktisch, aber oft unsicher. Cyberkriminelle können versuchen, Daten mitzulesen oder gefälschte Hotspots bereitzustellen.
Beachten Sie deshalb:
- Nutzen Sie möglichst das mobile Datennetz.
- Verbinden Sie sich nur mit offiziellen WLANs des Hotels oder Restaurants.
- Vermeiden Sie sensible Aktivitäten wie E-Banking über öffentliche Netzwerke.
- Deaktivieren Sie automatische WLAN-Verbindungen.
Ein VPN (Virtuelles Privates Netz) kann zusätzlichen Schutz bieten, ersetzt aber kein vorsichtiges Verhalten.
Ferienzeit ist Hochsaison für Phishing
Während der Sommerferien häufen sich betrügerische Nachrichten rund um Reisen, Buchungen oder Paketzustellungen. Besonders beliebt sind:
- gefälschte Buchungsbestätigung
- angebliche Probleme mit Kreditkarten
- SMS oder WhatsApp zu angeblichen Flugänderungen
- falsche Nachrichten von Hotels und Reiseanbietern
Klicken Sie nicht unüberlegt auf Links und öffnen Sie keine verdächtigen Anhänge. Prüfen Sie Absender und Webseiten immer genau.
Vorsicht bei USB-Ladestationen
Öffentliche USB-Ladestationen an Flughäfen oder Bahnhöfen können manipuliert sein. Dabei besteht das Risiko, dass Daten ausgelesen oder Schadsoftware installiert wird („Juice Jacking“).
Sicherer ist:
- ein eigenes Ladegerät
- eine normale Steckdose
- eine Powerbank
Nach der Reise: Kontrolle durchführen
Nach den Ferien empfiehlt sich ein kurzer Sicherheitscheck:
- Kontrollieren Sie Konto- und Kreditkartenbewegungen.
- Entfernen Sie nicht mehr benötigte Reise-Apps und Benutzerkonten.
- Ändern Sie Passwörter wichtiger Konten, wenn Sie öffentliche Netzwerke genutzt haben.
- Überprüfen Sie die aktivierten Geräte und Logins Ihrer wichtigsten Online-Dienste.
Weitere Tipps zur sicheren Verwendung Ihres mobilen Geräts auf Reisen finden Sie hier: www.ebas.ch/holidaycheck