Seit einigen Wochen sind Kriminelle mit fingierten Anrufen in der Schweiz sehr aktiv. Die Telefonate wirken oft täuschend echt. Sich dagegen zu schützen, ist dennoch möglich.
Bereits im Januar hat EBAS zum Thema Telefon-Phishing informiert: Betrüger geben sich telefonisch als Mitarbeitende von Banken, Behörden oder bekannten Firmen aus und versuchen, an vertrauliche Informationen wie E-Banking-Zugangsdaten oder Kreditkartendaten zu gelangen oder betrügerische Überweisungen auszulösen.
Die Angriffe verlaufen meist sehr professionell und haben in den vergangenen Wochen weiter zugenommen. Oft setzten die Täter psychologischen Druck oder Dringlichkeitsstrategien ein, um ihre Opfer zu schnellen Reaktionen zu verleiten und das gesunde Misstrauen auszuschalten.
Nicht selten wird auch eine gefälschte Telefonnummer verwendet, die etwa von der Hausbank zu stammen scheint. Manchmal wird sogar die Stimme des Anrufs mithilfe von künstlicher Intelligenz gefälscht und klingt dann wie die einer bekannten Person.
So schützen Sie sich:
- Verlassen Sie sich nicht auf die angezeigte Nummer. Rufen Sie im Zweifel über die auf Kontoauszügen, der Website oder in der App angegebenen offiziellen Kontaktnummern zurück.
- Geben Sie keine vertraulichen Daten wie Vertragsnummern, Passwörter, Kreditkartendaten oder Bestätigungscodes am Telefon preis.
- Keine Programme oder Apps herunterladen und installieren, wenn der Anrufer Sie dazu auffordert.
- Reagieren Sie nicht auf Dringlichkeitsdruck. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen und nehmen Sie sich genügend Zeit, bevor Sie reagieren oder entscheiden.