Wenn beim Surfen plötzlich Warnmeldungen auftauchen, die vor angeblichen Bedrohungen warnen und zu raschem Handeln drängen, steckt eine aktuelle Betrugsmasche dahinter.
Kriminelle zielen aktuell mit Fake Meldungen darauf ab, Zugriff auf Geräte und persönliche Daten von Internetanwendern zu erhalten. Wie cybercrimepolice.ch berichtet, können beim Besuch eigentlich unkritischer Websites plötzlich alarmierende Meldungen erscheinen, die angebliche Virusinfektionen oder schwerwiegende Systemfehler vortäuschen.
Diese Warnungen stammen nicht von Windows, macOS oder einem Antivirenprogramm, sondern von Betrügern. Die Meldungen wirken täuschend echt, nehmen oft den gesamten Bildschirm ein und lassen sich nur schwer schliessen. Teilweise startet zusätzlich eine Tonansage, die auffordert, sofort eine Supportnummer anzurufen.
Beim Anruf landet das Opfer in einem Callcenter, in dem sich die Täter als Supportmitarbeiter grosser Hersteller wie Microsoft oder Apple ausgeben. Sie behaupten, eine gefährliche Infektion entdeckt zu haben und verlangen Geld für angebliche Reparaturen.
Zudem drängen sie Betroffene dazu, eine Fernwartungssoftware zu installieren, wodurch sie direkten Zugriff auf den Computer erhalten. Während des Zugriffs lenken sie das Opfer auf Bezahlseiten oder ins E‑Banking. Ziel ist es, Zahlungen auszulösen oder an vertrauliche Informationen wie Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu kommen.
So schützen Sie sich:
- Ignorieren Sie solche Warnungen. Rufen Sie die angezeigte Telefonnummer nicht an.
- So schliessen Sie die Meldung: Windows: Mit CTRL + ALT + DEL den Task-Manager öffnen und den Browser beenden. Mac: Mit CMD + OPT + ESC das Fenster „Programme sofort beenden“ öffnen und den Browser schliessen.
- Falls bereits Daten preisgegeben wurden, sofort das Finanzinstitut informieren, Passwörter ändern, den Computer neu aufsetzen lassen und den Vorfall der Polizei melden.